Cavaliere - von - den - Frankensternchen

Fränkische Hobbyzucht mit Herz

Die Geschichte

Der Cavalier King Charles Spaniel, wie wir ihn heute kennen, hat eine lange und abwechslungsreiche Vergangenheit. Zeitweise ging er unter in der Vielzahl der Toy-Rassen und war für einige Zeit von der Bildfläche verschwunden.

Der eigentlich Ursprung des Cavalier King Charles Spaniels ist unbekannt. Vermutlich stammt er von größeren Hunden aus Spanien ab, die etwa im 9. Jahrhundert wegen ihrer guten Nase in der Jagd eingesetzt wurden. Ab dem 13. Jahrhundert tritt unser kleiner Spaniel vermehrt in Erscheinung, und man kann seine Entwicklung gut verfolgen, da er auf den Werken berühmter Künstler der folgenden Epochen zu finden ist, zu denen Maler wie van Dyck, Tizian oder der viktorianische Maler Sir Edwin Landseer gehören.

Zahlreiche Gemälde aus dieser Zeit zeigen kleine Spaniels, die Gruppen von Kindern begleiten, auf dem Schoß adeliger Damen sitzen oder an den Rändern von Bildern auftauchen, die das Familienleben an Königshöfen in Europa darstellen.

Der kleine Toy fand viele Anhänger am englischen Königshof. Er zählte zu den Lieblingshunden der Aristokratie und wurde von König Charles I von England (1600-1649) mit besonderen Privilegien ausgestattet. König Charles I und sein Nachfolger Charles II standen Pate für den Namen "King Charles Spaniel".

In den folgenden Jahren wurden kurznasige Rassen wie der Mops populär, und so wurde es auch bei den Toy Spaniels Mode, sie mit immer kürzeren Nasen zu züchten, bis sie geradezu Pekingesen ähnelten.

Anlässlich der CRUFTS DOG SHOW (älteste und größte Hundeausstellung Englands) im Jahre 1926 setzte ein amerikanischer Hundefreund den beachtlichen Preis von je 25 Pfund für die Rückzüchtung eines Rüden und einer Hündin des ursprünglichen Typs aus.

Wohl bekanntester Gewinner der Prämie war „ANN‘S SON“, der den Preis gleich dreimal in Folge gewinnen konnte und heute noch als Stammvater der Rasse gilt, die dann zur Unterscheidung der kurznasigen Vertreter, die man parallel weiterzüchtete, den Namen Cavalier King Charles Spaniel erhielt.

Rassestandard


Ursprungsland:  Großbritannien 

Verwendung:   Gesellschaftsspaniel

 Klassifikation FCI:  Gruppe 9, Sektion 7, ohne Arbeitsprüfung 

Allgemeine Erscheinung: aktiv, anmutig, ausgewogen, mit sanftem Ausdruck 

Gewicht u. Größe:  Gewicht ca. 5,5 bis 8 kg; ein kleiner, sehr ausgeglichener Hund ist in diesen Grenzen erwünscht.

Haar: lang, seidig, ohne Locken, leichte Welle erlaubt, üppige Befederung, darf absolut nicht getrimmt werden. 

Farben:

Particolour:  blenheim (links) & tricolour (rechts)


Wholecolour:  ruby (links) & black u. tan (rechts) 


Charakter & Wesen

Der Cavalier King Charles Spaniel ist eine liebenswerte und nicht alltägliche Rasse mit einer langen und erfolgreichen Tradition. 
Er hat bei Menschen in aller Welt unzählige Liebhaber gefunden und auch bei uns die Herzen vieler Menschen mit seinem anmutigen und charmanten Wesen im Sturm erobert.

Ein "Cavalier" - so die kurze und passende Abkürzung -  ist nicht ausschließlich ein Schoßhund!
Als Welpe ist er äußerst unternehmungslustig und auch als erwachsener Hund liebt er viel Bewegung, er ist temperamentvoll und dabei immer guter Laune.
Er fühlt sich in einer Wohnung ebenso wohl wie in Haus mit Garten - aber ausgiebige Spaziergänge machen ihm immer die größte Freude.
Lassen Sie sich daher von den seelenvollen Augen und seinem anmutigen Äußeren nicht täuschen. Der Cavalier ist ein ausgesprochen sportlicher Hund mit viel Ausdauer.
Auf der anderen Seite liebt er Streicheleinheiten über alles - die werden ihm nie zuviel!

Wegen seiner eher geringen Größe und seiner Anpassungsfähigkeit ist er ein ganz idealer Familienhund mit einem ausgeglichenen, fröhlichen und verspielten Wesen. Er ist sehr menschenbezogen, und will immer Teil seiner Familie sein, das bedeutet: er möchte immer gern dabei sein und Aufmerksamkeit geschenkt bekommen.

Die Erziehung des Cavaliers braucht - wie das bei jedem Hund der Fall ist - er eine klare Linie und Konsequenz, wobei man mit Liebe, Geduld, und ein paar Leckerchen ganz viel erreichen kann, weitaus mehr als mit Gemeckere und Geschimpfe.

Doch bereitet es im Allgemeinen keine Probleme, einen Cavalier King Charles Spaniel zu erziehen, denn seine Lernfreude und seine Bereitschaft, Frauchen und Herrchen Freude zu bereiten, ist groß.


Quelle: ICC (www.icc-cavaliere.de)